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Thermografie

Was ist Thermografie eigentlich?

Thermografie ist eine anerkannte Methode zur berührungslosen Messung von Oberflächentemperaturen.

Die Infrarot- (IR-) Thermografie beruht darauf ,dass jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunktes (-273,15 °C oder 0 K) Wärmestrahlung aussendet. Je wärmer ein Gegenstand ist, desto mehr Wärme gibt er als (Infrarot-) Strahlung ab.

Die von der Thermokamera registrierte Wärmestrahlung wird von einem IR-Detektor in elektrische Signale umgewandelt. Diese Signale den von der kameraeigenen Auswerteeinheit zu einem sichtbaren Bild verarbeitet. Dabei werden den Strahlungswerten mit Hilfe von Kalibrierungskennlinien pixelweise Temperaturwerte zugeordnet und farbig kodiert.

Wofür setzt man Thermografie ein?

Das Besondere an der Thermografie ist die Tatsache, dass der untersuchte Gegenstand nicht beeinflusst wird (werden muss), da die Messung berührungslos aus der Entfernung erfolgt. Bei der Gebäudethermografie ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor, da auch verdeckte Wärmeverluste (Isolation, ungünstige Geschossdeckenführung, Leckagen unter Putz usw.) auf diese Weise zerstörungsfrei aufgespürt werden können.

Mit der Gebäudethermografie lassen sich zum Beispiel Wärmebrücken und Isolierungsfehler sehr gut sichtbar machen.

In der kalten Jahreszeit tritt durch die Beheizung von Gebäuden ein konstanter Wärmefluss vom Hausinneren nach außen auf im Bereich von Wärmebrücken ist der Wärmefluss stärker, die Oberfläche erwärmt sich mehr als an anderen Stellen. Auf einem Thermogramm werden diese Bereiche durch eine hellere Färbung (rot-gelb) sofort sichtbar.

Die Thermografie lässt sich auch hervorragend zum zerstörungsfreien Aufspüren von verdeckten Leitungen und Leckagen (z.B. Fußbodenheizung, Heizungs- und Wasserleitungen) nutzen.

Die nach DIN EN 13829 durchgeführte Blower-Door-Messung zur Prüfung der Luftdichtheit von Gebäuden lässt sich durch den Einsatz von Thermografie hervorragend ergänzen. Undichte Stellen wie Fugen, Ritzen oder defekte Dichtungen werden sichtbar, da die nachströmende kalte Außenluft die Temperaturen der benachbarten Bauteile senkt. Die durch die Leckagen abgekühlten Bauteile sind im Thermogramm aufgrund ihrer dunklen Färbung (blau-schwarz) deutlich erkennbar.

Wann ist die beste Zeit für Thermografie?

Die beste Zeit für Aufnahmen an Gebäuden ist die kühle Jahreszeit von September bis April, damit die Umgebungswärme die Messungen möglichst wenig beeinflusst. Die zu untersuchende Fassade darf auf keinen Fall von der Sonne beschienen werden. Selbst die diffuse Sonneneinstrahlung im Herbst und im Winter kann eine Gebäudefläche im Laufe des Tages messbar stark aufheizen, sodass tagsüber keine sichere Messung möglich ist. Deswegen wird vorzugsweise vor Sonnenaufgang oder auch spät abends gemessen. Das Gebäude muss jedoch vor den Aufnahmen gleichmäßig aufgeheizt sein. Zwischen Innen- und Außentemperatur muss ein Unterschied von 10 K oder mehr bestehen.

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